Sahel/Sahara

Im österreichischen Verlag Bibliothek der Provinz erscheint gerade mein Buch mit dem bislang längsten Titel. Entlang ausgiebiger Reportagen, erschienen bei GEO und Terra Mater über einen Zeitraum von 30 Jahren, beschreibt und erklärt es, wie eine der friedlichsten Regionen Afrikas zum Aufmarschgebiet jihadistischer Terrorgruppen verkommen konnte. Oder ist es beim genauen Hinsehen doch etwas komplizierter? Illustriert wird diese journalistisch-literarische Erzählung durch Aufnahmen großartiger Fotoreporter wie Pascal Maitre, Christopher Pillitz und Gaël Turine sowie textbegleitend durch Illustrationen der Salzburger Cellistin Heidi Litschauer, deren fantastische Karriere und Leben wir gemeinsam in dem 2019 erschienenen Buch Das Cello und ich beschrieben haben.

SAMBESI

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Reportagen über Flussreisen zählen zu den GEO-Klassikern. Nicht überraschend also, dass jetzt endlich auch einmal der Sambesi, Afrikas viertlängster Strom nach Nil, Kongo und Niger, an die Reihe kommt. Allerdings ist der Sambesi nicht schiffbar, schon allein wegen der fantastischen Viktoria-Fälle nicht. Also konnten wir nicht auf ihm reisen, sondern ihm nur auf dem Landweg folgen. Und auch dies hat sich streckenweise als schwierig erwiesen. In der Regenzeit tritt der Sambesi vielerorts über seine Ufer – im Barotseland erreicht er dann sogar eine Breite von über 60 Kilometern. Hier also der erste Teil eines Porträts über einen eher untypischen Fluss.

Papageno

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Gerade erschienen in der ersten Ausgabe von « GEO Perspektive »: eine Porträt-Reportage über Ex-Opernsänger Christian Boesch, der es einst in der Rolle des Papageno in Mozarts Zauberflöte zu Weltruhm gebracht hatte. Und der dann, vor über zwei Jahrzehnten, ein zweites Leben als Landwirt im Süden Chiles begann. Aber so leicht lässt Papageno sich nicht abschütteln. Seit 2005 unterhält Boesch eine mobile Musikschule, in denen er überwiegend Kindern des indigenen Mapuche-Volkes über den Umgang mit Musik die Integration in die chilenische Gesellschaft erleichtern will. Ein atemberaubendes Projekt! 

Indian Railways

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Der erste Teil einer bewegten Zugfahrt von Mumbai nach Kolkata. Auf alt gesagt: von Bombay nach Kalkutta. Keine leichte Reise, denn auch Indien ist ja nicht « leicht », schon gar nicht zur Zeit des Monsuns. Aber garantiert eine Reise der Begegnungen mit faszinierenden Menschen. Mein überschwänglicher Dank an GEO, das einzige deutsche Magazin, das sich solche Reportagen noch erlaubt.

KONGOGOLD

Michael Stührenberg

 

Ereignisreiche Busch-Tour mit zwei Bank-Autos, drei Polizisten plus Kalaschnikow sowie einer verbeulten Kiste voller Geldbündel. Sinn des Unternehmens: Tausende von Volksschullehrern in abgelegenen Dörfern sollen endlich ihren vollständigen Lohn erhalten. Im Durchschnitt sind das rund 100 Euro pro Monat. Aufgrund stark verbreiteter Korruption in oberen Verwaltungsetagen kamen bislang die Gehälter oft nur in halber Höhe in den entlegenen Dörfern an. Nun kümmert sich ein sehr untypischer deutscher Bankdirektor um den riskanten Lohntransfer. Die Fotos stammen von dem belgischen Fotografen Kris Pannecoucke, mit dem ich vor ein paar Jahren schon eine Fahrt auf dem Kongofluss unternommen habe. 

TUAREG

 

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Nach endlosen Jahren zurück in den Norden Nigers, wo ich von 1992-95 die von meinem Freund Mano Dayak geführte Rebellion im Aïr-Gebirge aus beeindruckender Nähe miterleben durfte. Mano hat den Aufstand in der Wüste nicht überlebt. Aber sein junger Neffe Rhissa Feltou, den er damals zum Studium nach Straßburg geschickt hatte, ist heute Bürgermeister der Stadt Agadez und fürchtet, dass sich die Lage im angrenzenden Aïr – ein begehrtes Terrain für Dschihadisten als auch für Menschen-, Waffen- und Drogenschmuggler, schon bald erneut zuspitzen könnte. Darum geht es in dieser Geo-Reportage mit großartigen Fotos von Christopher Pillitz.

NIGER-POESIE

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Im Sommerheft meines geliebten Terra Mater erscheint diese Fluss-Geschichte mit lyrisch anmutenden Bildern meines Freundes Pascal Maitre. Pascal und ich waren in den vergangenen zwei Jahrzehnten immer wieder mal auf dem Niger unterwegs. Seither hat sich in Mali vieles zum Unguten gewandelt. Davon berichtet meine (bislang) letzte Fahrt auf dem Niger, die auf dieser Homepage sowohl in der Rubrik Leseproben, siehe « Wie Feuer und Wasser », GEO 2014, als auch unter « Audio-Geschichten » abrufbar ist.  

Walter Mittelholzers Afrikaflug

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Erschienen in der Mai-Ausgabe von P.M. History: meine Einschätzung des « historischen Afrikaflugs » von Walter Mittelholzer, einem Schweizer Pilot der Pionierzeit und Mitbegründer von Suissair. Das Dornier-Museum in Friedrichshafen plant für den kommenden August (bis Januar 2018) eine Ausstellung zu diesem Thema, ebenso das Landesmuseum Zürich (Ende Oktober bis Anfang Januar). Besonders spannend an « Afrikaflug » ist das darin enthaltene Fantasy-Bild, das wir Weißen uns vor noch weniger als 100 Jahren vom « Schwarzen Kontinent » zusammengedichtet haben. Was daraus geworden ist, konnte ich soeben wieder einmal in zwei Reportage-Reisen – Kongo und Niger – feststellen. Mehr dazu demnächst in GEO.

Küche ohne Grenzen in Ecuador

Was mir von den Tagen im „Nautischen Bus“ garantiert in Erinnerung bleiben wird? Zweierlei: sowohl die Begegnung mit wundervollen Menschen, allen voran Friedenskoch David Höner und Missionar Padre José Miguel Goldaraz – als auch die weit weniger erfreuliche Begegnung mit einer Korallenotter. Eines Morgens in der Kombüse fiel die hochgiftige Schlange von der Decke direkt neben meine nackten Füße. Am Ende zählt einfach immer nur Glück.

 

michael-stuehrenberg

Lesung in Wien

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Knapp drei Monate nach unserer Lesung in Freuds altem Stammcafé, dem Café Korb, nun schon wieder die « Barock-Indianer » in Wien: mit Musik und Sohn Rafael als Gastleser. Diesmal in einer zauberhaften kleinen Kirche, die als Dekor kaum besser passen könnte. Im Anschluss gibt es noch einen feierlichen (oder nicht) Umtrunk. Eintritt ist frei, kommt einfach!

Nette Nordpol-Franzosen

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GEO bat mich, aus Pariser Gesprächen mit der französischen Familie Bardout einen Artikel über deren Segelfahrt entlang Grönlands Westküste in Richtung Nordpol zu schreiben. Wahrscheinlich, weil ich in Paris lebe, fließend in Französisch bin und eine Schwäche für die Mutigen habe. Aber manchmal reicht das ja auch schon aus, um eine interessante Geschichte zu Papier zu bringen. Die Bardouts – Mutter Emmanuelle (36), Vater Ghislain (35) und Söhnchen Robin (3) – machen Freude. Sie kämpfen sich durch Stürme, tauchen bis über 100 Meter unter das Packeis, lauern dort dem lahmen Grönlandhai auf … und wirken dabei herrlich normal. Was könnte schon eleganter sein als Leichtigkeit, n’est-ce pas?

Kartenvorverkauf

Der Kartenvorverkauf für den Auftakt zu WELT-GESCHICHTEN – Die Harmonie aus dem Regenwald – beginnt ab sofort im « Haus der Musik », Detmold, Krumme Str. 26. Ich freue mich auf euch alle am 12. September, 19h30, in der Christuskirche am Kaiser-Wilhelm-Platz.